Das türkische Gesundheitssystem
Darstellungen staatlicher Institutionen
Bundesamt für Flüchtlingswesen (BFF):
Gemäss dem Länder-Informations-Blatt zur Türkei des BFF vom August 1999 kann die medizinische Infrastruktur in der Türkei als mittelmässig bis gut bezeichnet werden. In den grossen Städten gibt es Universitätskrankenhäuser und in den meisten Bezirksstädten gibt es staatliche Krankenhäuser.
Schließlich existieren in den meisten großen Städten noch Privatkliniken, die neben den Universitätskrankenhäuser über den höchsten Standard verfügen. Die Standards vieler dieser Klinken, vor allem im Westen des Landes, sind mit westeuropäischen vergleichbar. Zwischen dem Westen und dem Osten des Landes sind jedoch grosse Unterschiede festzustellen.
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Letzte Aktualisierung ( 13.01.2009 )
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Gesundheitswesen in der Türkei
Vorab möchten wir andere Stimmen zu Wort kommen lassen, damit Ihr Euch letztendlich selbst ein Bild machen könnt. Diese Zusammenstellung verdanken wir der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH -sehr empfehlenswerte Homepage und Organisation) und dort insbesondere Herr Michael Kirschner. Die nachstehenden Passagen, sowie die angrenzenden Seiten wurden uns freundlicherweise, trotz Copyright, zur Verfügung gestellt. Ein Dank geht selbstverständlich auch an alle weiteren Mitwirkenden.
Das türkische Gesundheitssystem in der Fremddarstellung
Die Beschreibungen des türkischen Gesundheitswesens in den Darstellungen internationaler und nationaler, staatlicher und nicht staatlicher Institutionen und Organisationen ähneln sich und sind doch verschieden.
Obwohl die Gesamt-Einschätzungen variieren, kommt in allen Beiträgen zum Ausdruck, dass ein gleichberechtigter Zugang zu medizinischer Versorgung in der Türkei nicht gewährleistet ist.
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Letzte Aktualisierung ( 13.01.2009 )
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Grüne Karte Türkei (Yesil Kart)
Grüne Karte
Die Grüne Karte ist eine Art Berechtigungsschein, welcher die kostenlose medizinische Betreuung für mittellose Personen garantieren soll. Das "Gesetz bezüglich der Übernahme der mittellosen Staatsbürgern entstehenden Behandlungskosten durch den Staat im Zuge einer Ausstellung einer Grünen Karte" datiert vom 18. Juni 1992.
Die Grüne Karte (Yesil Kart) wird an Personen vergeben, welche zu arm sind, um sich eine medizinische Behandlung finanzieren zu können. Im Jahre 2001 besaßen gut zehn Millionen Menschen in der Türkei eine solche Grüne Karte* Es gibt keine klaren Kriterien, wann jemand zum Erhalt der Karte berechtigt ist. Wer eine Grüne Karte beantragt, braucht eine Melde-Bestätigung und einen Besitznachweis von der Gendarmerie und ein polizeiliches Führungszeugnis.
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Letzte Aktualisierung ( 22.07.2008 )
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Korruption im türkischen Gesundheitswesen
In vielen staatlichen Spitälern in der Türkei ist es sehr schwierig, kurzfristig einen Untersuchungstermin zu erhalten. Deshalb wird oft der persönliche Einfluss oder das Mittel der Bestechung angewendet, um für sich selber oder einen Bekannten kurzfristig einen Termin zu erhalten.* In einer 2001 von zwei türkischen Universitäten durchgeführten Studie wurde festgestellt, dass Korruption in öffentlichen Spitälern überdurchschnittlich häufig ist, häufiger beispielsweise als bei Gerichten.**
Korruption ist auch deshalb ein Problem, weil dem Pflegepersonal und den Ärzten nur unzureichende Löhne bezahlt werden. Ärzte werden aber auch durch Medikamentenhersteller korrumpiert, damit diese ihre Medikamente in den Spitäler verschreiben und die Spitalverwaltungen die Medikamentenvorräte von ihnen beziehen.***
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Letzte Aktualisierung ( 22.07.2008 )
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Personalprobleme im türkischen Gesundheitssystem
Das Gesundheitsministerium beschäftigt insgesamt 195'000 ÄrztInnen, Krankenschwestern, ZahnärztInnen, Hebammen, Sanitätspersonal und ApothekerInnen. Die Sozialversicherungsanstalt (SSK) steht momentan vor grossen Schwierigkeiten, weil die Zahl der von ihr beschäftigten Ärzte und Krankenschwestern abnimmt, währenddem der anspruchsberechtigte Personenkreis wächst, so dass mittlerweile nur ein Arzt auf 5653 PatientInnen kommt.
Im Jahr 2000 standen die Gesundheitsdienstleistungen 41 Prozent der Bevölkerung offen, aber nur elf Prozent aller ÄrztInnen und sieben Prozent aller Krankenschwestern sind bei der SSK angestellt, was zu erheblichen personellen Engpässen führt*. Die häufigen Wechsel haben ebenfalls negative Auswirkungen auf die Qualität der Dienstleistungen.
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Letzte Aktualisierung ( 22.07.2008 )
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