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Ephesus (Ephesos)

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Ephesus / Ephesos (Efes)

Ephesus -  Ephesos - antike Weltstadt

Foto: Ephesus / Ephesos (Efes)

Werte Leserinnen und Leser, sollten Sie mal in die Situation kommen eine Stadt gründen zu müssen, wie wäre Ihr Vorgehen? Nach welchen Kriterien würden Sie den Standort suchen?

In der Antike befragte man das Orakel von Delphi. So auch im Fall von Ephesus (Ephesos). "Ein Fisch und ein Wildschwein werden Euch den Weg weisen" war die Antwort die Androklos, der damalige Anführer der ionischen Siedler und Stadtgründer, vom Orakel erhielt. Da sich Keiler und Fische in der Natur selten begegnen ausser vielleicht in gut sortierten Supermärkten blieb dem Ratsuchenden nichts übrig als zu warten und auf die rechte Zeit zu hoffen.

Als die Siedler sich eines abends Fisch auf dem Lagerfeuer zubereiteten kam die Stunde des Schicksals. Ein Fisch sprang vom Rost und entflammte den umliegenden Wald, was einen Eber beim Schlaf zu stören schien: er floh vor der Feuersbrunst, sprang durch eine Hecke an dem Fisch vorbei und erfüllte damit das Orakel. An der Stelle, wo der Eber zum Stillstand kam, an der Mündung des Kaystro-Flusses, bauten die Siedler schliesslich ihre Stadt Ephesus, oder Ephesos.

Die Stadt entwickelte sich, dank der guten Lage, rapide und wuchs zu einer Weltstdt heran, die in der Antike seinesgleichen suchte. In der Blüte erreichte die Stadt eine Einwohnerzahl von einer Viertel Million Einwohnern, heutzutage geradezu unvorstellbar, bedenkt man den logistischen und administrativen Aufwand, die eine Stadt dieser Größe benötigt, von der Infrastrukur ganz zu schweigen (Wasserversorgung als Beispiel).

Ephesus bzw. Ephesos avancierte zu einer der reichsten Städte im ganzen kleinasiatischen Raum und galt damals als das antike "Fort Knox". Die Geldgeschäfte wurden rings um den Hafen, dem wirtschaftlichen Zentrum, abgewickelt. Hier wurden die anatolischen und persischen Schätze "verwaltet".

Seit Ikarus wissen wir jedoch, dass ein schneller Aufstieg seine Tücken hat und so währte die Macht und Pracht der antiken Weltstadt nicht ewig. Die Natur wusste auch schon damals wie sie Menschen einen Strich durch die Rechnung machen kann: Der Hafen versandete im Laufe der Zeit und so tat es auch das Kapital.

Zu jener Zeit war Ephesus jedoch nicht nur der wirtschaftliche Dreh- und Angelpunkt Kleinasiens, sondern übte sich auch als wichtige Pilgerstätte. Der Wallfahrtsort war das Zentrum des Artemiskultes und der Artemistempel reihte sich, dank seiner Größe und Pracht, zu den sieben Weltwundern ein. Im 6. Jahrhundert begann man die Pilgerstätte zu errichten und brachte es schließlich auf mehr als 200 Jahre Bauzeit (eine Spanne, die selbst deutsche Planungsbüros -vor Neid- erblassen lässt ;-))

Die Epheser wurden für ihren Aufwand letztendlich belohnt. Als 550 v. Chr. König Krösus die Stadt attaktierte spannte die Bevölkerung, weil sie sich nicht anders zu helfen wusste, ein Seil um die Tempelanlage um sich an "Gott zu binden". Es half. Krösus verschonte das Volk samt Artemistempel und raubte lediglich die Stadt aus.

Ein weiterer Feldherr namens Herostratos stattete mit seinen Truppen Ephesos im Jahre 356 v. Chr. einen Besuch ab und anders als Krösus konnte dieser nicht widerstehen und zerstörtete das gerade vollendete Bauwerk. Seine Rechnung sich mit dieser Aktion in den Geschichtsbüchern zu verewigen ging auf.

Alexander der Große beabsichtigte 334 v. Chr. den Wiederaufbau der Tempelanlage zu sponsorn, doch lehnten die stolzen Epheser ab. Aus eigenen Mittel bestritten sie die Baumaßnahmen und dank einer guten Idee konnte das Ganze Projekt sogar finanziert werden. Sie bauten den Asylbereich der Anlage aus: da Gewalt jeglicher Art in der Anlage verboten war konnten reiche Asylsuchende, die es sich mit dem System verscherzt hatten, hier Zuflucht gewinnen, was selbstverständlich seinen Preis hatte. Bedenkt man wieviel Geld dadurch in die Tempelkasse gespült wurde, kommt man zum Schluss, dass die Zahl der Neinsager groß gewesen sein muss.

Um ca. 300 v. Chr. ließ ein Feldherr Alexanders, Lysimachos (er herrschte über Pergamon), die Stadt an den jetzigen Standort verlegen. Weiter errichtete er eine Mauer um die Stadt und ließ einen neuen Hafen anlegen.

Die Römer, die die Stadt Anfang des 2. Jahrhunderts übernahmen wird es gefreut haben. Sie etablierten in Ephesus die Hauptstadt ihrer Provinz "Asia". 88 v. Chr. kam es zum Aufstand gegen die Römer, die die Epheser mit hohen Zöllen und Steuerabgaben knechteten. Die Revolte artete mit der "ephesischen Vesper" aus. Annähernd 100 000 Geschäftsleute, Steuereintreiber und gewöhnliche Bürger kamen dabei ums Leben.

Seltsamerweise entfaltete sich die Stadt danach erst zu voller Blüte und erreichte die Einwohnerzahl von ungefähr 250 000.

In jene Regierungszeit fiel auch der Besuch des Apostels Paulus (55-58). Der Pilger erfuhr großen Zulauf bis gegen ihn eine Hetze begann und er die Stadt wieder verließ. Einige Geschäftsleute, die sich um die Vermarktung der Artemis kümmerten, sahen mit Paulus und seinen Botschaften eine große Gefahr für ihre Umsätze.

Im Jahre 262 nach Chr. randalierten die Goten in Ephesus und zerstörten u.a. den Tempel. Danach erholte sich die Stadt nicht mehr und verlor langsam an Bedeutung. Im 7. Jahrhundert gab man die Siedlung auf; viele Bewohner wanderten nach Selçuk (genauer Hagios Theogolos, einem Christenstädtchen) ab.

Erste Ausgrabungen fanden in der Zeit zwischen 1870 und 1920 statt. Heute ist das Österreichische Archäologische Institut bei den Arbeiten federführend. Der Besuch des Grabungsgeländes ist kostenpflichtig.

Insider

TIPP: Vergleichen Sie die Flugpreise von Österreich aus, wenn Sie in Ephesos Urlaub machen wollen.

Sehenswert... Ephesus / Ephesos

-Odeion
-Prythaneion
-Staatsagora
-Domitiantempel
-Trajansbrunnen
-Memmiusmonument
-Hanghäuser
-Kuretenstrasse
-Serapeion
-Celsusbibliothek
-Untere Agora
-Marmorstraße
-Großes Theater
-Arkadiane
-Bordell

Arbeiten in der Türkei?

Tipps zum Arbeiten im Ausland finden Sie auf Forum Arbeit.

Außerhalb der Grabungsstätte... Ephesos / Ephesus

-Magnesisches Tor
-Ostgymnasom
-Lukasgrab
-Stadion
-Höhle der Siebenschläfer
-Artemison
-Vediusgymnasion

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Ökodörfer stellen eine Möglichkeit dar - das Hermesprojekt zeigt es.

Im Übrigen... Ephesos / Ephesus

Wir werden auf unserer nächsten Ägäis Rundreise selbstverständlich das historische Gelände von Ephesus besuchen. Dabei werden wir uns in Selçuk (3 km von Ephesos entfernt) einquartieren. Falls Sie Lust haben uns zu begleiten, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Genaue Termine stehen noch nicht fest.

Weiter suchen wir noch gute Aufnahmen von Ephesus und Umgebung. Sollten Sie über gute Fotos verfügen, würden wir und unsere Leser uns freuen, wenn sie Ihre Bilder auf diesem Portal veröffentlichen möchten. Besten Dank

Alternativen zur Türkei

Montenegro und Istrien (Kroatien) sind interessante Urlaubsziele wenn Sie eine Anreise mit dem Auto oder Camper bevorzugen.

Ephesus / Ephesos (Efes)... Umgebung

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Letzte Aktualisierung ( 13.01.2009 )
 

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