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Kolophon

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Kolophon

Kolophon - mächtige Stadt in der Antike bei Değirmendere

Foto: Kolophon

In der Antike war die Stadt Kolophon eine der reichsten Metropolen des Ionischen Bundes. Die Ruinen befinden sich heute bei der kleinen Siedlung Değirmendere südlich von Izmir.

Kolophon wurde angeblich von den Söhnen des Kodros, dem damaligen König von Athen gegründet. Der Ort hatte einige sehr prominente Bewohner, u.a. den berühmten Philosophen Xenophanes, Mimnermos den Dichter und Apelles den Maler.

Auch Homer soll hier geweilt oder gar geboren sein, doch die inflationäre Entwicklung an Geburtsstätten von Homer, lässt starke Zweifel zu. Mittlerweile üben sich auch findige Tourismusmanager in historischen Entdeckungen.

Unumstritten ist indes, dass das Harz "Kolophonium" den Reichtum der Stadt einleitete, welches aus den nahe gelegenen Pinienwäldern gewonnen wurde.

Später machte sich die Stadt auch durch ihre Pferdezucht einen Namen, die Hengste aus Kolophon gehörten zu den besten jeder Zeit und wurden so teuer gehandelt, dass sie sich nur wohlhabende Geschäftsleute und Könige leisten konnten.

Kolophon hatte in der Antike eine gefürchtete Armee, die zum Teil aus Hunden bestand.

Die Stadt war ab 479 v. Chr. Mitglied des attischen Bundes. Danach (430 v. Chr.) übernahmen die Perser das Kommando und ab dem Jahr 409 v. Chr. gesellte man sich wieder zu Athen. Im Jahr 404 v. Chr. übernahmen die Perser erneut die Regierungsgeschäfte.

302 v. Chr. wurden die Bürger durch Alexanders Diadochenführer Lysimachos nach Ephesos umgesiedelt, welches gerade auf neuem Grund errichtet wurde.

Allmählich verlor die Stadt an Bedeutung und gerat langsam in Vergessenheit. Zunächst wurde ihr Name auf Notion, die Hafenstadt übertragen doch war dies nicht weiter relevant.

Die Reste der Stadt legten deutsche Archäologen 1886 frei.

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Letzte Aktualisierung ( 13.01.2009 )
 

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