Türkei ' Ägäis Süd ' Didyma '
Didyma
Didyma - Apollontempel an der türkischen Ägäis / bei Didim
Foto Didyma
Anders als Milet und Priene war Didyma nie eine vollwertige Stadt. Der Ort an der türkischen Ägäis diente dem Apollon Kult und war in der Antike neben Delphi eine der wichtigsten Orakelstätten.
Die Ruine des Apollon-Tempels mag auch heute noch vermitteln welchen Stellenwert es damals hatte. Die Ausmaße sind überwältigend.
Didyma - "heilige Straße"
Didyma wurde von Milet aus verwaltet, eine 17 Kilometer lange "heilige Straße" verband den Ort mit dem Tempelbezirk und gelegentlich nutzte man den Weg zu Prozessionszwecken.
Apollon und Artemis
Apollon und Artemis sollen laut Sagen hier gezeugt worden sein. Bereits im 11. Jahrhundert stand hier ein heiliger Tempel, wo man die Erdmutter Gaia pries.
Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. verlegte man den Focus dann auf die beiden Zwillinge. Könige, Pharaonen, wichtige Zeitgenossen und einfache Bürger pilgerten zu dieser Orakelstätte um Rat zu suchen, dabei vergaßen sie nicht den Priestern kostbare Gaben zu überreichen.
Perser & Orakel
Dies spülte viel Geld in die Kassen der Tempelverwalter und nur so konnte die monumentale Anlage verwirklicht werden. Im Jahre 494 v. Chr. fielen jedoch die Perser ein. Und da sie scheinbar keinen Sinn für (fremde) Orakelstätten hatten brannten sie die Tempelanlage nieder - kurz vor ihrer Fertigstellung.
Danach machte man sich daran die Stätte wieder aufzubauen, diesmal sollte die Orakelstätte noch größere Ausmaße annehmen, doch die Planer scheiterten letztendlich an ihrem Größenwahnsinn und an gelegentlichen Kriegen, die die Bauarbeiten immer wieder stoppten.
Didyma - 600 Jahre Bauzeit
Während des Christentums brach man die Bauarbeiten, nach 600 Jahren (!) Bauzeit, dann endgültig ab und nutzte die Anlage als Festung. Im 15. Jahrhundert erschütterte ein Erdbeben die Gegend, spätestens zu diesem Zeitpunkt wusste die Bevölkerung, das das Projekt eine Fehlinvestition war.
Alternativen zur Türkei
Montenegro und Istrien (Kroatien) sind interessante Urlaubsziele wenn Sie eine Anreise mit dem Auto oder Camper bevorzugen.
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Ausgrabungen in Didyma
Die Ausgrabungen in Didyma werden vom Deutschen Archäologischen Institut geleitet
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Kommentare
Stahlend blauer Himmel und dann diese weissen, zum Himmel aufragenden Saeulen.
Die Teppichlaeden auf der anderen Strassenseite hatte ich vergessen: Ich löste eine Eintrittskarte, stieg die paar Stufen zum Tempelgelaende hinab und war in einer anderen Welt: Trotz andere Touristen: hier war ein Stück Paradies. Eidechsen liefen über den Weg, Kaefer kletterten über die Marmorreste,
Vögel sangen hinter den trockenen Büschen und ich war auch hier.
Ganz langsam stieg ich die Stufen zu den hoch aufragenden Saeulen empor. Die Luft roch nach … ja nach Luft. Tief atmete ich ein und aus.
Ging es Ihnen auch so? Schreiben Sie mir mal: manfred.rieckhof