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Gesundheitswesen in der Türkei |
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Viele staatliche Gesundheitseinrichtungen leiden unter Personalmangel.
Es kommt immer noch zu Übergriffen und Prozessen gegen
Gesundheitspersonal, das sich beispielsweise für Folteropfer einsetzt.
Die aktuelle türkische Gesundheitspolitik setzt sich zwar einige
ehrgeizige Ziele für Verbesserungen im Gesundheitswesen, dies aber ohne
die finanziellen Mittel dafür zu erhöhen.
Primärversorgung
Die grundlegende medizinische Versorgung wird durch Gesundheitsposten
und Gesundheitszentren in den Dörfern gewährleistet. Das
Gesundheitsministerium ist der grösste Anbieter primärer
Gesundheitsversorgung. Gesundheitsposten verfügen über eine Hebamme und
sind normalerweise für 2'500 bis 3'000 Menschen zuständig. Im Jahr 2000
gab es 11'747 Gesundheitsposten in der Türkei.
Gesundheitszentren beschäftigen mindestens einen Arzt/eine Ärztin, eine Krankenschwester und eine Hebamme. Ihre Hauptaufgabe ist
die Behandlung und Verhinderung von übertragbaren Krankheiten. Im Jahr
2000 gab es 5'700 Gesundheitszentren in der Türkei.
(WHO: Health Care
Systems in Transition: Turkey, 1996) Weiter boten im Jahre 2000 291
Familienplanungszentren, 270 Tuberkulose-Stationen, zwölf Stationen für
Geschlechtskrankheiten und 68 Laboratorien für die öffentliche
Gesundheit primäre medizinische Grundversorgung an. (United Nations
Information Center Turkey, Situation Analysis of HIV/ Aids Turkey)
Zugang zum Gesundheitswesen
Ein gleichberechtigter Zugang zum Gesundheitswesen ist in der Türkei
nicht gewährleistet. Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten,
Angehörige von besonders verletzlichen Gruppen und Menschen, welche
fernab der Metropolen im Osten der Türkei leben, haben oftmals keinen
Zugang zu angemessener, ihren Bedürfnissen entsprechenden medizinischer
Behandlung. Die medizinische Versorgung in den Haftanstalten ist nach
wie vor mangelhaft.
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Letzte Aktualisierung ( 13.01.2009 )
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