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Seite 1 von 4 Das türkische Gesundheitssystem
Darstellungen staatlicher Institutionen
Bundesamt für Flüchtlingswesen (BFF):
Gemäss dem Länder-Informations-Blatt zur Türkei des BFF vom August 1999 kann die medizinische Infrastruktur in der Türkei als mittelmässig bis gut bezeichnet werden. In den grossen Städten gibt es Universitätskrankenhäuser und in den meisten Bezirksstädten gibt es staatliche Krankenhäuser.
Schließlich existieren in den meisten großen Städten noch Privatkliniken, die neben den Universitätskrankenhäuser über den höchsten Standard verfügen. Die Standards vieler dieser Klinken, vor allem im Westen des Landes, sind mit westeuropäischen vergleichbar. Zwischen dem Westen und dem Osten des Landes sind jedoch grosse Unterschiede festzustellen.
Vor allem müssen oft lange und kostspielige Anfahrtswege in Kauf
genommen werden. Entscheidender als die Frage der medizinischen
Möglichkeiten sind jedoch die finanziellen Möglichkeiten eines Kranken.
Die finanzstarken PatientInnen können sich in gut ausgerüsteten
Privatkrankenhäusern behandelnlassen, der finanzschwache Teil der
Bevölkerung ist aber auf die staatlichen Krankenhäuser mit schlecht
bezahltem und oft überlastetem Personal angewiesen.
Personen, die über
kein Einkommen verfügen, können die sogenannte Grüne Karte* beantragen,
mit welcher der Staat in den öffentlichen Spitäler die
Behandlungskosten für mittellose PatientInnen übernimmt. Diese wird
wiederholt nur an Günstlinge vergeben.
Deutsches Auswärtiges Amt
Gemäss dem Lagebericht des Deutschen Auswärtigen Amtes vom 20. März
2002 ist die medizinische Behandlung in der Türkei grundsätzlich
gewährleistet und nach Ausstellung einer Grünen Karte auch
unentgeltlich. Der Lagebericht stellt fest, bei chronischen
Erkrankungen müsse "im Einzelfall geklärt werden", ob eine
Sofortbehandlung möglich sei. Über die Grüne Karte ist "grundsätzlich
auch eine Aids-Behandlung möglich" Die medizinische Versorgung auf dem
Lande ist vielfach mit Europa nicht zu vergleichen.
Sie kann auf dem Land technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. HIV/ Aids ist in der Türkei ein Problem und eine Gefahr für alle,
die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder
Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches
Risiko bergen.
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