|
Das türkische Gesundheitssystem |
|
Seite 4 von 4
Für nicht versicherte Bedürftige wurde das System der
Grünen Karte eingerichtet, das für eine Basisbehandlung in
Gesundheitsstationen, Versichertenkrankenhäusern und staatlichen
Krankenhäusern aufkommen soll.
Zusätzlich wurde ein Notfond eingerichtet, der Medikamentenkosten für
Bedürftige übernehmen soll, die von der Grünen Karte nicht abgedeckt
sind. Ausserdem gibt es staatliche Impfprogramme und ein relativ
dichtes Netz von Universitätskliniken. Der Standard entspricht
europäischem Niveau. Doch die schöne Theorie wird in der Praxis durch
verschiedene Faktoren negativ beeinflusst: In der Türkei gibt es ein
grosses Ost-West Gefälle.
Durch Krieg und Vertreibung wurden in den südöstlichen Landesteilen
Gesundheitsstationen geschlossen und Impfkampagnen konnten nicht mehr
konsequent durchgeführt werden. Die Provinzstädte aber auch die
Metropolen im Westen mussten mehrere Millionen von Binnenflüchtlingen
aufnehmen, für die ihre Infrastruktur nicht ausreicht. Strom, Wasser,
Kanalisation, Arbeitsplätze, Schulen und Gesundheitseinrichtungen sind
dadurch überall nicht mehr ausreichend. Krankheiten, Verelendung und
soziale Spannungen sind die unausweichliche Folge.
Wir freuen uns auf Euer Feedback, bzw. Eure Erfahrungen mit dem türkischen Gesundheitssystem. Ihr könnt im Anschluss einen Kommentar verfassen, oder Ihr schickt uns einen Bericht per Mail.
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 Nächste > Ende >> |
Letzte Aktualisierung ( 13.01.2009 )
|