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Xanthos

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Xanthos

Xanthos - ehemalige Hauptstadt des lykischen Bundes und UNESCO Weltkulturerbe

Xanthos
Foto: Xanthos By: flickr.com/photos/jries

Die antike lykische Hauptstadt Xanthos, die zwischenzeitlich auch als Arnna bekannt war, liegt etwa 48 km südwestlich von Fethiye und 15 km nördlich von Kalkan, im fruchtbaren Eşen-Tal, nahe der Stadt Kınık.

Geschichte Xanthos

Einigen Historikern zufolge, existierte die lykische Hauptstadt schon im 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Andere Wissenschaftler sind fest davon überzeugt, dass die mächtigste Stadt des lykischen Bundes schon 500 Jahre zuvor vorhanden war, zur Zeit des trojanischen Krieges. Homer, einer der wichtigsten Denker und Geschichtsschreiber jener Zeit erwähnte in seinem Epos der Ilias mehrfach den Fluß Xanthos oder Eşen Çayı, wie er heute heißt, und Lykien, niemals jedoch die Stadt Xanthos, was einige Zeitforscher zur Vermutung veranlasst, das es die Stadt damals noch nicht gab.

Wie dem auch sei.

Im Jahre 546 v. Chr. belagerten die Perser unter ihrem Anführer Harpagos die Stadt Xanthos. Die Einwohner der einstigen Hauptstadt des lykischen Bundes leisteten zwar erbitterten Widerstand, doch letztendlich half das auch nichts und kostete nur weitere Opfer. Stolz wie die Lykier waren, wählten sie allerdings den Freitod, die Schmach unter einer fremden Regierung leben zu müssen ertrugen sie nicht. Bevor sie aus dem Leben schieden brachten sie allerdings noch ihre Frauen, Kinder und Sklaven um.

Diese "Heldentaten", wie sie in vielen Geschichtsbüchern genannt werden wiederholten sich in Xantos einige Hundert Jahre später nochmal.

Wiederaufbau Xanthos

Xanthos wurde nach dem Massaker wieder von den Familien aufgebaut, die zur Zeit der Massaker, aus welchen Gründen auch immer, abwesend waren. Es muss eine gigantische Leistung gewesen sein die Stadt zu restaurieren. Im 5. Jahrhundert v. Chr. erreichte Xanthos wieder ihren alten Stand und hiermit auch die Unabhängigkeit. Zu jener Zeit entstanden auch die Grabbauten, die heute so populär sind. Sie können weder dem griechischen noch dem orientalischen Kulturkreis zugeordnet werden, hier scheiden sich noch die wissenschaftlichen Geister. Im Jahr 429 vor unserer Zeitrechnung wehrte sich die Bevölkerung von Xanthos erneut gegen Eindringlinge, diesmal allerdings erfolgreich. Sie trotzten den Truppen aus Athen und bauten danach ihre Stadt zu einem blühenden Zentrum aus.

Alexander der Große

Das Schicksal ereilte die Stadt abermals im Jahre 334 v. Chr. als Alexander der Große mit seinen Truppen einmarschierte. Die Einwohner von Xanthos leisteten erneut bitteren Widerstand, im Gegensatz zu den anderen Metropolen des lykischen Bundes. Dem Feldherrn gelang es dennoch die Stadt zu annektieren. Nach dem Tod Alexanders kam sein General Ptolemaios I. an die Macht (309 v. Chr.), der wiederum die Staffel nur kurze Zeit später an die Ägypter abgeben musste, bis die Stadt schließlich in den Machtbereich des syrischen Königs Antiochos III gelangte.

Xanthos und Letoon

Im Jahre 168 v. Chr. trat Xanthos erneut dem wiedergeborenen lykischem Bund bei und begann seinen einstigen Aufschwung fortzusetzen. Es dauerte nur wenige Jahre bis Xanthos wieder den alten Stand herstellte und zur lykischen Hauptstadt gekürt wurde. Die Metropole glänzte wieder in altem Licht und nebenher verwaltete die Haupstadt auch das wichtigste Heiligtum der Lykier: Letoon.

Als der Cäsarmörder Brutus (42 v. Chr.) seine Schlacht gegen Antonius und Octavian vorbereitete, versuchte er in Xanthos Material, in Form von Geld und Söldnern, für sein Vorhaben aufzutreiben. Er überfiel die Stadt und die Einwohner leisteten nach unermüdlicher Gegenwehr erneut kollektiven Selbstmord, wie Jahrhunderte zuvor, idyllischerweise sprangen sie diesmal von der Akropolis in den 100 Meter tiefer liegenden Fluss.

Brutus war derart fasziniert von diesem Gebahren, dass er ein Preisgeld für jeden geretteten Lykier aussetzte. So ergab sich, dass einige Hundert Selbstmordkandidaten überlebten, was allerdings ihren Familien, die sie zuvor töteten, nicht mehr half. Laut Plutarch brach Brutus jedes Mal in Tränen aus, wenn er an die heldenhaften Taten der Lykier erinnert wurde (obwohl er nicht gerade als Weichei in die Geschichte einging). Selbst der Feldherr Marcus Antonius war erschüttert als ihn dieser Bericht ereilte und er ließ mit großem finanziellem Aufwand die zerstörten Teile der Stadt Xanthos neu errichten. Denkmäler jener Zeit wurden ebenso wie kulturelle Schätze aufwändig restauriert.

Pax Romana

Danach folgte endlich eine Epoche relativen Friedens: die Pax Romana. Sie brachte Xanthos mehr Wohlstand und weniger Leid.

Byzantinische Zeit

Während der byzantinischen Zeit entstanden ein Kloster sowie diverse Kirchen und die Stadt wurde zum Bischofssitz gekürt. Ab dem 7. Jahrhundert begannen in dieser Gegend die Araber ihr Unwesen zu treiben und nach mehreren Raubzügen wurde Xanthos sukzessive verlassen und verödete nach und nach. Im 10. Jahrhundert krähte kein Hahn mehr nach der ehemaligen Hauptstadt des lykischen Reiches. Xanthos geriet in Vergessenheit und interessierte nur noch geschichtsbewusste Gelehrte und die in dieser Gegend zahlreichen Wildschweine.

Alternativen zur Türkei

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Xanthos- Weltkulturerbe der Unesco

Seit 1950 graben französische Archäologen erneut in dem Gebiet und versuchen weitere Ruinen freizulegen. Seit 1988 ist Xanthos gemeinsam mit Letoon zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt worden.

Sie erreichen Xanthos über die Bundesstrasse D400, von Kalkan oder Fethiye aus.

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Letzte Aktualisierung ( 12.01.2009 )
 

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